Der Lloyd Industriepark

Die über 100-jährige Geschichte des LLOYD INDUSTRIEPARK begann im 19. Jahrhundert mit den „Francke Werken Bremen“ – einem namhaften Hersteller für Maschinen und Zubehör im Bereich der Energieversorgung.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Areal für die Produktion von Munitionshülsen um die heutigen Hallen 1 und 2 erweitert. Nach Kriegsende kaufte der Automobilhersteller Borgward das Gelände und die „Lloyd Motorenwerke“ wurden aus Kriegsschutt errichtet. Bereits 1951 lief mit dem LP300 das erste Fahrzeug vom Band. Um die Produktionskapazitäten zu erweitern, wurde im Jahr darauf mit dem Bau der heute denkmalgeschützten Halle 4 nach den Planungen des bekannten Hamburger Architekten Rudolf Lodders begonnen. Sie wurde 1954 fertiggestellt und ermöglichte eine erhebliche Erweiterung der Produktionskapazitäten. Die Halle mit der lichtdurchfluteten Sheddachkonstruktion ist bis heute ein Hingucker und beherbergt unter anderem die Lloyd Garagen.

Nach der Insolvenz von Borgward im Jahre 1960 übernahm Siemens das Gelände und nutzte dieses bis zur Aufgabe des Standortes 2014 zur Produktion von unter anderem Kleintransformatoren und Ventilatoren.



Zum 1. März 2014 erwarb das Family Office Peper & Söhne das Industriegelände und investierte einen zweistelligen Millionenbetrag. Ziel des Familienunternehmens war es, den historischen Standort wiederzubeleben und zu einem funktionierenden Dreh- und Angelpunkt in der Bremer Neustadt bzw. Airport Stadt weiterzuentwickeln.

Nur wenige Monate nach der Übernahme zogen die ersten Mieter ein. Innerhalb kürzester Zeit waren sämtliche Flächen vermietet, sodass 2015 der Grundstein für den ersten Neubau gelegt wurde. Zum 1. Juli 2016 wurde die ca. 10.000 Quadratmeter große Halle 3 vollendet und an den Mieter STUTE Logistics übergeben. Die Hallen 6, 6A und 8 mit insgesamt rund 11.500 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche wurden 2017 fertiggestellt und sind langfristig vermietet.

Den Anfang machte hierbei der Baustoffhändler WeGo mit dem Bezug der ca. 4.500 Quadratmeter großen Halle 6. Um auch bei schlechtem Wetter bestmöglichen Kundenservice zu gewährleisten, wurde ein überdachter Drive-In-Bereich in der Größe von rund 300 Quadratmetern an das Hauptgebäude angeschlossen. In unmittelbarer Nachbarschaft ergänzt die Firma JOKA als Spezialist für Fußbodenbeläge die Vielfalt des LLOYD INDUSTRIEPARK und bezog mit der Halle 6A einen ebenfalls speziell an die Mieterbedürfnisse angepassten Neubau. Die Halle 8 mit einer Gesamtgröße von rund 5.200 Quadratmetern wurde als Logistik- bzw. Produktionsfläche an die Mieter CWS-boco und Dowaldwerke übergeben. Des Weiteren wurde 2017 die Zuwegung zum Gelände in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Bremen umfassend saniert und den aktuellen Ansprüchen angepasst.

Seit August 2018 wird der LLOYD INDUSTRIEPARK von der BEOS AG bewirtschaftet. Die bisherige Erfolgsgeschichte des traditionsreichen Areals soll auch künftig fortgeführt werden.

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