Der Lloyd Industriepark


Die über 100jährige Geschichte des Lloyd Industrieparks beginnt im 19. Jahrhundert mit den „Francke Werken Bremen“ – einem namenhaften Hersteller für Maschinen und Zubehör im Bereich der Energieversorgung.

Während des Zweiten Weltkrieges wird das Gelände für die Produktion von Munitionshülsen um die heutigen Hallen 1 und 2 erweitert. Nach Kriegsende kauft der Automobilhersteller Borgward das Gelände und die „Lloyd Motorenwerke“ werden aus Kriegsschutt errichtet. Bereits im Jahr 1951 läuft mit dem LP300 das erste Fahrzeug vom Band. Um die Produktionskapazitäten zu erweitern, wird 1952 mit dem Bau der heute denkmalgeschützten Halle 4 nach den Planungen des bekannten Hamburger Architekt Rudolf Lodders begonnen. Sie wird zwei Jahre später fertiggestellt und ermöglicht eine erhebliche Erweiterung der Produktionskapazitäten. Die Halle mit der lichtdurchfluteten Sheddachkonstruktion ist bis heute ein Hingucker, steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute unter anderem die Lloyd Garagen.

Nach der Insolvenz von Borgward im Jahre 1960 übernimmt Siemens das Gelände und nutzt dieses bis zur Aufgabe des Standortes im Jahr 2014 zur Produktion u.a. von Kleintransformatoren und Ventilatoren.

Zum 1. März 2014 kauft das Family Office Peper & Söhne das Industriegelände und investierte einen zweistelligen Millionenbetrag. Ziel des Familienunternehmens ist es, den historischen Standort wiederzubeleben und zu einem funktionierenden Dreh- und Angelpunkt in der Bremer Neustadt bzw. Airport Stadt weiterzuentwickeln.

Nur wenige Monate nach Übernahme ziehen die ersten Mieter ein, innerhalb kürzester Zeit sind im Anschluss sämtliche Flächen vermietet, so dass im Jahr 2015 der Grundstein für den ersten Neubau gelegt wird. Zum 01.07.2016 wird die ca. 10.000 m² große Halle 3 vollendet und an den Mieter STUTE Logistics übergeben. Die Hallen 6, 6A und 8 mit insgesamt rund 11.500 m² Hallen- und Bürofläche sind ebenfalls langfristig vermietet und werden in der ersten Jahreshälfte 2017 fertiggestellt.

Den Anfang macht hierbei der Baustoffhändler WeGo mit dem Bezug der ca. 4.500 m² großen Halle 6. Um auch bei schlechtem Wetter bestmöglichen Kundenservice zu gewährleisten, wird ein überdachter Drive-In-Bereich in der Größe von rund 300 m² an das Hauptgebäude angeschlossen. In unmittelbarer Nachbarschaft ergänzt die Firma JOKA als Spezialist für Fußbodenbeläge die Vielfalt des Lloyd Industrieparks und bezieht mit der Halle 6a einen ebenfalls speziell an die Mieterbedürfnisse angepassten Neubau. Die Halle 8 mit einer Gesamtgröße von rund 5.200 m² wird als Logistik- bzw. Produktionsfläche an die Mieter CWS-boco und Dowaldwerke übergeben. Des Weiteren wird im Jahr 2017 die Zuwegung zum Gelände in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Bremen umfassend saniert und den aktuellen Ansprüchen angepasst. Durch diese Maßnahme lässt sich auch der letzte freie Teil des Areals erschließen – die Entwicklung dieses Areals ist für das Jahr 2018 geplant.

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